Bitcoin-Mining
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Bitcoin-Mining: In diesen 7 Ländern funktioniert es am besten

In Südkorea kostet es satte 26.170 US-Dollar, einen Bitcoin zu minen. In Venezuela sind es dagegen nur 531 US-Dollar. Doch in welchen Ländern ist das Bitcoin-Mining nicht nur am günstigsten, sondern auch praktikabel umsetzbar? Wir schauen uns die Top 7 Länder an.

Die Kryptowährung Bitcoin basiert auf der Blockchain-Technologie. Blockchain ist der dezentrale Speicher, der für die Erfassung aller Transaktionen verantwortlich ist. Ein Finanzintermediär entfällt.

 

Was passiert beim Bitcoin-Mining?

Zur Überprüfung von Transaktionen ist ein Validierungsprozess erforderlich. Dieser Prozess erfordert enorm viel Rechenleistung. Im Bitcoin-Mining stellen einzelne Rechner ihre Rechenleistung für die Transaktionsabwicklung zur Verfügung. Damit stellt das Mining ein dezentrales Bitcoin-Rechenzentrum mit Minern aus der ganzen Welt dar. Das Mining wird entsprechend der zur Verfügung gestellten Rechenkapazität mit Bitcoins vergütet. Pro abgebautem Block bekommt man derzeit 12,5 Bitcoins.

 

Welche Länder eignen sich für das Mining am besten?

Für unser Ranking haben wir außer den Energiekosten noch folgende externe Faktoren berücksichtigt:

  • Lässt sich die Hardware praktikabel beschaffen?
  • Bietet die Infrastruktur eine solide Internetverbindung?
  • Begünstigt das regulatorische Umfeld das Bitcoin-Mining?

Alle diese Faktoren beeinflussen das Bitcoin-Mining in dem jeweiligen Land maßgeblich. Wir haben die sieben besten Länder für Bitcoin-Mining auf der Basis der oben genannten Faktoren herausgefiltert. Die Reihenfolge der Länder spielt keine Rolle.

 

1. Island

Island ist zu einem Drehkreuz für die Krypto-Mining Community geworden. Genesis Mining, ein führendes Mining-Unternehmen, hat 2014 seinen Hauptsitz nach Reykjavik verlegt. Das Mining in Island soll angeblich zu einer Verdoppelung des dortigen Stromverbrauchs geführt haben!

Bitcoin-Miner machen sich die relativ günstigen Stromkosten im Land zunutze. Island verfügt über eine beträchtliche Anzahl an natürlichen Quellen für die Energieerzeugung. Mit Wasserkraft- und Geothermie-Anlagen besitzt das Land eine nachhaltige Stromquelle. Diese stellt es seinen Bürgern kostengünstig zur Verfügung. Darüber freuen sich auch die Miner. Um die Kosten für den Entstehungsprozess eines Bitcoin zu vergleichen, führte das Unternehmen EliteFixtures im März 2018 eine Studie durch, die die Stromkosten in 115 Ländern betrachtete. In Island liegt sie bei 4.746 USD.

Darüber hinaus bedeutet das kühle Klima in Island Kosteneinsparungen für die Minenbetreiber. Das Klima hilft bei der Kühlung von Mining Rigs. Mining-Computer müssen 24-Stunden lang eingeschaltet sein und auf Höchstleistung laufen. Damit werden sie sehr heiß und müssen gekühlt werden. Sonst können sie nicht effektiv funktionieren, und es besteht das Risiko eines Brandes.

Was die Regulierung betrifft: Es ist legal, Bitcoin und andere Kryptowährungen in Island zu minen.

 

2. Georgien

Die Kosten für den Abbau eines Bitcoins in Georgien belaufen sich auf 3.316 USD. Damit gehört das Land zu der zweitgünstigsten Alternative auf unserer Liste für das Mining. Die große Miningfirma von BitFury ist dort ansässig. Das beweist die niedrigen Stromkosten.

Darüber hinaus ist das Steuer- und Regulierungsumfeld in Georgien für Krypto-Miner durchaus attraktiv. Laut Gesetz ist das Mining nicht steuerpflichtig – ein wichtiger Faktor. Damit müssen Mining-Firmen nur sehr geringe Steuern zahlen – wenn überhaupt. In der Tat, die Gesetzgeber sind dem Thema Kryptowährung gegenüber sehr aufgeschlossen. So haben sie bereits eine Reihe von Gesetzen verabschiedet, die darauf abzielen, die Blockchain-Industrie in das Land zu locken.

 

3. Kanada

Die Erschaffung eines Bitcoins in Kanada kostet schätzungsweise durchschnittlich 3.965 USD. Das Land in Nordamerika hat sich schnell als eine Alternative für chinesische Miner herausgestellt. Diese mussten nämlich den Betrieb aufgrund der zunehmend ungünstigen regulatorischen Rahmenbedingungen in ihrer Heimat nach und nach einstellen.

Außerdem bieten Wasserkraftwerke im Bundesstaat Quebec attraktive Stromtarife an. Das reduziert nochmal die Stromkosten für die Rechenzentren und Miner. Wie in Island ist auch hier das kühle Klima ein zusätzlicher Vorteil. Auf diese Weise sind Einsparungen bei den Kühlkosten möglich.

Kanada gehört auch zu den Top-Ländern, wenn es um ein ideales regulatorisches Umfeld für Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie geht. Während das Land ICOs nur leicht reguliert hat, ist das Mining völlig legal. Darüber hinaus haben die Gesetzgeber eine proaktive Haltung eingenommen. Sie wollen das freundliche Umfeld rund um Kryptowährungen und Blockchain aufrechterhalten.

 

4. Vereinigte Staaten

Die durchschnittlichen Kosten für das Mining eines Bitcoins belaufen sich auf 4.785 USD in den USA. Der tatsächliche Wert variiert jedoch stark von Bundesstaat zu Bundesstaat. So war bis vor kurzem der Bundesstaat New York, mit einer der niedrigsten Strompreise der Welt, ein Paradies für Miner. Infolge des Ansturms durch Miner und der daraus resultierenden Strom-Nachfrage, hat der Staat die Aufnahme neuer Miner in das Stromnetz gestoppt.

Der Staat mit dem derzeit günstigsten Tarif ist Louisiana. Hier kostet es durchschnittlich 3.224 USD, einen Bitcoin zu minen. Anderen Staaten in den Top 5 der günstigsten Standorte für Bitcoin-Mining in den USA sind Idaho, Washington, Tennessee und Arkansas.

Davon abgesehen sind die USA Kryptowährungen gegenüber relativ positiv eingestellt. Nicht zuletzt sind in den USA auch Bitcoin-Futures gelistet. Während es immer noch Unstimmigkeiten darüber gibt, wie ICOs klassifiziert werden, ist das Mining weitgehend unreguliert. Das gibt den Beteiligten in den meisten Staaten freie Hand.

 

5. Russland

Russland versucht sich als krypto-freundliches Land zu positionieren. Damit könnte es eines der ersten Länder werden, das von der boomenden Blockchain-Industrie auf breiter Front profitiert. Die geschätzten Kosten für den Abbau eines Bitcoins belaufen sich auf 4.675 USD. Es ist sogar geplant, den Minern überschüssigen Strom des größten Stromversorgers des Landes als subventionierte Energie zur Verfügung zu stellen.

Das kühle Klima in Russland ist ebenfalls für das Mining äußerst vorteilhaft. Wie schon erwähnt, auch das regulatorische Umfeld unterstützt die Verbreitung von Kryptowährungen. Allerdings planen die Gesetzgeber aktuell eine Gesetzgebung für Kryptowährungen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass das Mining davon negativ betroffen wird.

 

6. Venezuela

Venezuela ist das Land mit den günstigsten Stromkosten. Es wird geschätzt, dass die Produktion eines Bitcoins nur $ 531 kostet! Strom wird in Venezuela massiv von der Regierung subventioniert. In der Vergangenheit fanden jedoch Verhaftungen im Zusammenhang mit Bitcoin Mining statt.

Auf der anderen Seite hat der Präsident von Venezuela, Maduro, kürzlich angekündigt, dass das Mining absolut legal ist. Dies hängt wahrscheinlich mit der Einführung des staatlichen Krypto-Projekts Petro zusammen. Die Ausnutzung der niedrigen Strompreise wird damit nicht von einer strengen Regulierung verhindert. Der Import der Mining-Rigs stellt die größte Herausforderung dar.

 

7. Estland

Als letztes kommen wir zu einem zweiten Land in Osteuropa. Das kleine, technisch versierte Estland ist aufgrund seiner relativ günstigen Strompreise, der sehr positiven Haltung der Aufsichtsbehörden, sowie des leicht zugänglichen und qualitativ hochwertigen Internetzugangs schnell zu einem Favoriten für Miner geworden.

Die geschätzten Kosten für den Abbau eines Bitcoins belaufen sich auf 5.551 USD. Dies sind die höchsten Durchschnittskosten auf unserer Liste. Eine günstige Steuerpolitik schafft den Ausgleich. In Estland ist es möglich, die höheren Energiekosten mit Einsparungen auf der Steuerseite zu decken.

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