CFDs
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CFDs – einfach und transparent

Für den Anleger und Trader gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um am Auf und Ab der Märkte zu partizipieren: Aktien, Fonds, Zertifikate, Optionen, Futures und Contracts for Difference, kurz CFDs. Letztgenannte erfreuen sich im Privatkundenbereich schon seit Längerem immer größerer Beliebtheit. Warum das so ist, was es mit diesen Differenzkontrakten auf sich hat und was Sie als Anleger oder Trader bei deren Handel beachten sollten, zeigt der folgende Beitrag.

 

Der CFD-Markt in Deutschland

Der technische Fortschritt und das steigende Interesse der Privatkunden am elektronischen Wertpapierhandel sorgten in den letzten Jahren für einen schnelleren, effizienteren und vor allem günstigeren Handel. Durch den steigenden Wettbewerb war außerdem eine deutliche Verbesserung der Handelsplattformen zu beobachten, sodass die Öffnung des CFD-Marktes für den Privatkunden-Bereich nicht mehr lange auf sich warten ließ.

Im Jahr 1999 wurde erstmals der Handel für private Kunden von einem britischen Broker eingeführt und verbreitete sich in Großbritannien wie ein Lauffeuer. In Deutschland kam die Verbreitung von CFDs erst später in Gang. Seit dem Markteintritt des weltgrößten Anbieters CMC Markets hierzulande stieg das Interesse am CFD-Handel bei Anlegern, Brokern und Medien deutlich an.

Einer aktuellen Studie der Steinbeis Hochschule Berlin zufolge stiegen sowohl das gehandelte Volumen in CFDs als auch die Anzahl der Transaktionen mit CFDs in den letzten drei Jahren kontinuierlich an. So betrug das Handelsvolumen im zweiten Quartal 2014 fast 319 Milliarden Euro und es wurden rund zwölf Millionen Transaktionen getätigt.

Ganz oben auf der Favoritenliste der gehandelten Basiswerte stehen wie schon in den vergangenen Jahren Aktienindizes – vor allem auf den DAX und den Dow Jones. Danach folgen an zweiter Stelle, jedoch weit abgeschlagen mit gerade mal acht Prozent (im Vergleich zu 16 Prozent im Vorjahr) die Währungen.

Ansprechpartner für CFD-Händler in Deutschland ist seit 2008 der CFD-Verband, der sich in diesem Jahr rund um den Vorstand, bestehend aus CeFDex, ayondo markets, CMC Markets und der Commerzbank, neu aufgestellt hat. Der Verband möchte durch seine Arbeit dazu beitragen, die Verständlichkeit und Transparenz der Produkte zu verbessern sowie bestehende Vorurteile abzubauen. Die werden. Ein Aspekt der Arbeit des Verbandes ist es, die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für den CFD- und Währungshandel in Deutschland zu verbessern.

 

Was ist ein CFD?

CFDs zählen zur Kategorie der derivativen Finanzinstrumente wie zum Beispiel Futures, Optionen oder Hebelzertifikate. Sie weisen jedoch einige Besonderheiten auf. Die Abkürzung CFD steht für „Contract for Difference“ und beschreibt bereits das Wesen eines CFDs: Ein CFD ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien über den Barausgleich der Kursdifferenz eines bestimmten Basiswertes (zum Beispiel Aktie oder Währungspaar).

Bei einem CFD handelt es sich um ein unverbrieftes Finanzinstrument, das nicht über die Börse, sondern „over the counter“ (OTC) gehandelt wird. Beim außerbörslichen Handel tritt der Broker direkt als Handels und Vertragspartner auf. Als Market Maker ist er Händler im eigenen Namen auf eigene Rechnung und stellt die Kurse für die CFDs. Eine Alternative zum Market-Maker-Modell sind Broker, die einen direkten Marktzugang, den sogenannten „Direct Market Access“ (DMA) anbieten. Hier erhält der Trader die Möglichkeit, direkt über die Börsenbücher zu handeln und somit unabhängig von einer eventuell abweichenden Preisfestsetzung des jeweiligen Market Makers zu sein.

Mittels CFDs erhält der Anleger die Möglichkeit, auf eine bestimmte Kursentwicklung des Basiswertes zu spekulieren, ohne diesen physisch zu besitzen, wie dies zum Beispiel beim Kauf einer Aktie der Fall ist. Der Halter eines CFDs erhält dafür aber weder das Recht, den zugrunde liegenden Basiswert zu kaufen, noch besitzt er irgendwelche Aktionärsrechte. Er hat lediglich das Recht auf einen Differenzausgleich zwischen dem Eröffnen und Schließen seiner Position. Er muss dabei nur einen Bruchteil des gehandelten Wertes in Form einer Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegen, wodurch sich eine Hebelwirkung ergibt. Die Margin ist abhängig von dem jeweiligen Basiswert und liegt im Extremfall bei lediglich 0,25 Prozent des gehandelten Wertes. Im Gegensatz zu Termingeschäften gibt es bei einem CFD kein Verfallsdatum. Der Kurs des CFDs spiegelt die Wertentwicklung des Basiswertes 1:1 wider und ist daher einfach und unkompliziert.

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