Die 5 größten Fehler beim Aktienkauf
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Die 5 größten Fehler beim Aktienkauf

In Aktien zu investieren, ist beim Vermögensaufbau von entscheidender Bedeutung. Es gibt nur wenig Investment-Alternativen, die ähnlich hohe Ertragschancen mit sich bringen.

Der Aktienkauf ist nicht schwer – aber die richtigen Aktien auszuwählen, und sich ein robustes Portfolio aufzubauen, schaffen die wenigsten auf Anhieb. Damit Sie bei der Aktienauswahl in keine Fallen tappen, haben wir hier für Sie die 5 häufigsten Fehler zusammengestellt.

Nicht über das Unternehmen und dessen Produkte Bescheid wissen

Der Mensch neigt dazu, immer den bequemsten Weg zu gehen. Doch wer sich im Aktienkauf nur auf sein Bauchgefühl oder die Meinung der Medien oder eines Gurus verlässt, wird kein guter Investor werden. Genauso, wie wenn man sich ausschließlich auf den Aktienkurs verlässt und dem Trend folgt.

Wer Aktien kauft, wird Teilhaber eines Unternehmens. Warum sollte ich mich an einem Unternehmen beteiligen, über dessen Produkte, Finanzen und Management ich keinerlei Ahnung habe?

Der intelligente Investor prüft die Position des Unternehmens im Wettbewerb genauso wie die finanzielle Situation. Zu letzterem gehört eine Einschätzung der Profitabilität und Bilanzstärke.

Kein diversifiziertes Portfolio aufbauen

Alle Eier in einen Korb zu legen, ist bekanntlich keine gute Strategie. Aber selbst mit der Streuung des Vermögens auf 10 bis 20 verschiedene Aktien ist noch nicht alles getan.

Wer beispielsweise alle 20 Aktien innerhalb von Technologiewerten ausgewählt hat, hat ein relativ konzentriertes Risiko. Ein die gesamte Branche betreffendes negatives Ereignis würde das gesamte Portfolio nach unten ziehen.

Besser ist es daher, das Vermögen nicht nur auf mehrere Aktien zu verteilen, sondern auch auf mehrere Branchen, Regionen, und Aktien-Styles wie Value und Momentum aufzuteilen.

Ausschließlich „Billige“ Aktien kaufen

Jeder freut sich über ein Schnäppchen. Aber wer eine Aktie kauft, die 90% an Wert verloren hat, bekommt sie nicht automatisch zu einem Rabatt von 90%. Vielleicht ist der innere Wert des Unternehmens in derselben Zeit ebenfalls um 90% gefallen?

Deutsche Bank - ein Schnäppchen?
Deutsche Bank – ein Schnäppchen?

Vermeiden Sie daher, Aktien nur deshalb zu kaufen, weil der Kurs „billig“ aussieht. Meistens gibt es einen Grund für den Kursabschlag. Und dieser Grund kann die Aktie noch über Jahre weiter fallen lassen – oder sie zumindest nicht mehr zum damaligen Wert zurückkehren lassen.

Wer Aktien günstig erwerben will, sollte sich zuerst mit der fundamentalen Verfassung des Unternehmens auseinandersetzen. Bei guten Unternehmen reicht es oft, einfach auf eine Korrektur des gesamten Marktes zu warten. Wenn der Aktienkurs das Unternehmen dann deutlich unterschätzt, könnte es sich tatsächlich um ein Schnäppchen handeln.

Den Aktienkauf mit Trading verwechseln

Wer Aktien kauft, sollte sich über seine Investment-Ziele im Klaren sein. Es erfordert nämlich eine komplett andere Vorgehensweise, Aktien für nur ein Jahr zu kaufen, als das Geld für die nächsten 25 Jahre anzulegen.

Sind Sie ein Trader bzw. Spekulant, oder ein Investor? Wer den langfristigen Vermögensaufbau anstrebt, sollte sein Portfolio auch auf einen entsprechend langen Anlagehorizont ausrichten. Das Timing des Marktes verliert dann an Bedeutung. Eine Dollar-Cost-Averaging-Strategie ist hier ideal.

Dazu gehört auch, Aktien nicht beim ersten Rücksetzer wieder zu verkaufen.

Wenn Sie dagegen nur für wenige Monate bis Jahre vorübergehend in Aktien investieren wollen, sollten Sie sich auch wie ein Trader verhalten. Ein Trader zeichnet sich durch rigoroses Risikomanagement aus. Verluste werden radikal begrenzt, während die Positionen im Gewinn vergrößert werden.

Wechseln Sie niemals ungeplant vom Trading zum Investieren. Wer aus seiner Trading-Position im Verlust ein Langfrist-Investment macht, wird am Ende nur Verluste sehen.

Ohne eine klare Strategie Aktien kaufen

Als Anleger sollten Sie sich beim Kauf von Aktien nicht von Ihren Emotionen leiten lassen. Angst und Gier sind ein schlechter Ratgeber.

Um nicht zum Spielball Ihrer Gefühle zu werden, brauchen Sie unbedingt eine Strategie. Eine solche Strategie legt unter anderem die Kauf- und Verkaufszeitpunkte Ihrer Aktien fest. Damit vermeiden Sie, Ihr Portfolio zu oft umzuschichten, oder in Aktionismus zu verfallen.

Aber auch eine Checkliste für jeden Aktienkauf sollte einmalig festgelegt werden. Planen Sie außerdem Ihre langfristige Strategie. In welche Branchen, Regionen und Aktien-Styles wollen Sie investieren? Welche Risiken können Sie verkraften? Was ist Ihr Notfall-Plan, falls alles schief geht?

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