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Pro- vs. Antizyklisches Trading

Beim Traden ist es stets wichtig, dass man eine ganz bestimmte Regel befolgt: Man sollte stets eine Strategie verfolgen, die am Ende den gewünschten Erfolg bringt. Bei der Auswahl der besten Strategie gilt es jedoch, immer den Markt zu beobachten. Es reicht also nicht, wenn man sich eine feste Strategie zurechtlegt und diese dann nicht dem Markt anpasst. Denn dieser ist immer in Bewegung. Und innerhalb dieser Bewegung muss sich auch die Strategie anpassen können.

Mit dem Trend oder gegen den Trend

Bei der Auswahl der passenden Trading Strategie muss man sich grob gesehen dafür entscheiden, ob man mit dem Trend oder gegen den Trend agieren möchte. Also ob man dem Kursverlauf vertraut und beispielsweise von einem weiter steigenden Kurs beim Setzen der Position ausgeht oder ob man meint, das das Ansteigen jetzt ein Ende hat und der Fall des Kurses kurz bevorsteht. Diese Entscheidung kann nur dann getroffen werden, wenn im Vorfeld der Kurs längerfristig beobachtet wurde und aus diesen Beobachtungen heraus ein Trend abgeleitet werden kann. Zudem muss auf wichtige Ankündigungen und Entscheidungen geschaut werden, die den Kurs des zu handelnden Assets ebenfalls stark beeinflussen können.

Pro fällt leichter

Vor allen Dingen unerfahrene Trader, die erst kurz am Handel teilnehmen, tendieren dazu, mit dem Trend ihre Trades zu setzen. Dies scheint in ihren Augen leichter, als einen Kurswechsel vorherzusagen und diesen dann positiv zu nutzen. Und tatsächlich ist es so, dass ein sich nicht verändernder Trend leichter im Umgang ist als ein Traden, welches gegen den Trend funktioniert. Denn die Vorhersage von einem Trendwechsel fällt relativ schwer.

Antizyklisch für fortgeschrittene Trader

Daher trauen sich meist auch nur fortgeschrittene Trader gegen den Trend zu setzen. Sie fällen dabei jedoch mitnichten eine leichtfertige Entscheidung. Vielmehr wird der Kurs im Vorfeld sehr intensiv beobachtet und ausgewertet. Zudem wird geschaut, welche Marktankündigungen in nächster Zeit erfolgen und wie sich diese bezüglich des Kurses bemerkbar machen können. Hier gilt es somit, viel Fingerspitzengefühl und nicht zuletzt auch Fachwissen in die Entscheidung einfließen zu lassen, einen antizyklischen Trade zu setzen.

Warum das antizyklische Traden manchmal der bessere Weg sein kann

Bildet sich kein deutlicher Trend aus, dann haben all jene Trader, die mit dem Trend agieren wollen, recht schnell ein Problem. Denn wie soll ein Trend abgelesen werden, der nicht vorhanden ist? Daher ist es immer wichtig – egal ob mit oder gegen den Trend getradet wird – dass eine zusätzliche Absicherung in den Handel gebracht wird. Als Absicherung kann beispielsweise eine Gegenposition gesehen werden, die zur Hauptposition eröffnet wird und so einen möglichen Verlust relativiert. Wird mit Hebel gearbeitet, sollte zudem immer die Stop-Loss-Strategie verfolgt werden. Verläuft der Kurs deutlich gegenteilig und droht dieser, mit seinen Verlusten die hinterlegte Margin zu übersteigen, dann wird die Position automatisch geschlossen, um höhere Verluste oder gar eine Nachschusspflicht zu vermeiden.

Daher kann es mitunter sogar besser sein, wenn man sich nicht auf den Trend verlässt und hin und wieder auch einmal gegen den Trend agiert. Denn nur mit der Masse mit schwimmen, bringt nicht die hohen Renditen und Chancen, die gegeben sind, wenn man auch einmal gegen den Strom schwimmt und sich etwas traut.


Bildmaterial: © robu_s/Fotolia

 

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