Swingtrading
Strategien & Wissen

Swingtrading im Überblick

Jeder Mensch ist einzigartig. Und genauso individuell wie der Charakter eines Menschen ist auch sein Tradingstil. Es gibt Händler, die brauchen die Herausforderung und den Nervenkitzel im Minutenchart. Andere wiederum benötigen Ruhe und treffen ihre Entscheidungen lieber in aller Ruhe. Diese sind meist im Stundenchart oder höher anzutreffen.

Aber es gibt ein weiteres Kriterium, nach dem man Trader unterscheiden kann. Pro- oder antizyklisch handelnde Personen. Während für einen Trendfolger ein neuer Hochpunkt Anlass zur Freude bietet, kann ein Swingtrader diesem Umstand nur wenig abgewinnen. Höchstens vielleicht die Tatsache, dass er seinen Fokus auf einen anderen Chart richten kann. Denn für antizyklisch agierende Trader ist hier nichts zu holen. Aber auch seine Zeit wird kommen. Und zwar, wenn der Kurs zu korrigieren beginnt.

Während sich spätestens dann die gute Laune des Anhängers von Trendfolgesystemen verschlechtert, kann der Swingtrader allmählich mit dem Aufbau von Positionen beginnen.

Swingtrader benötigen aus diesem Grunde ein stärkeres Nervenkostüm als Trendfolger. Während Zweitgenannte in einer Korrektur lediglich einen Teil ihrer Buchgewinne abgeben, eröffnen Swingtrader ihre Positionen in das vielzitierte „Fallende Messer“ hinein. Zwar ermöglicht diese Methode die Wahl eines engeren Stopp Loss als bei einer Trendfolgemethode, aber während die ganze Welt von einem bevorstehenden Crash überzeugt ist, muss der Swingtrader Mut beweisen.

Ein Swingtrader agiert deshalb trotzdem nicht aus dem Bauch heraus und legt blind eine Order in den Markt. Das Umfeld, der übergeordnete Trend nämlich, müssen weiterhin intakt sein. Ansonsten wird die Position sehr schnell gegen den Trader laufen und der Trader ausgestoppt werden.

Idealtypischerweise würde ein Swingtrader seine Kauforder an die Marke legen, von der er davon ausgeht, dass der Kurs an diesem Punkt drehen wird. Abhängig vom angewendeten Tradingsystem kann es jedoch passieren, dass seine Positionen mehrfach hintereinander ausgestoppt werden, weil die Korrektur noch nicht abgeschlossen ist. Durch den hoffentlich eng gewählten Stopp Loss werden die Verluste jedoch in engen Grenzen gehalten. Dennoch muss ein Swingtrader charakterlich gefestigt genug sein, um diesen Umstand zu verkraften. Ist er das nicht, besteht die Gefahr von irrationalen Handlungen. Es wäre nicht das erste Tradingkonto, was aus
diesem Grunde zerstört werden würde.

Swingtrading beschreibt kein Handelssystem, sondern vielmehr eine Strategie nach der gehandelt wird. Daher sollte ein Swingtrader auch verschiedene Handelssysteme nutzen, die auf seine bevorzugten Underlyings abgestimmt sind.

Swingtrading-Methoden eignen sich für Trader, die kurze Zeit im Geld bleiben möchten. Deshalb findet man diese besonders häufig beim Marginhandel. Außerdem können Swingtrader Stop-Loss-Marken enger setzen und geben keine großen Buchgewinne ab. Sie müssen dafür jedoch mutig genug sein, mehrere Fehlsignale hintereinander akzeptieren zu können.

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