Trading Seminare
Strategien & Wissen

So wichtig sind Trading Seminare und Coachings!

Nicht selten liest man im Internet über Erfolgsgeschichten von Tradern und den Unmengen an Vermögen, die Trader an der Wall Street verdienen. Recht zügig hat man ein Bild vom schnellen Geld im Kopf und spielt mit dem Gedanken, selbst mit den etlichen Handelsinstrumenten sein Glück zu versuchen. Dazu ist – unpraktischerweise – noch nicht einmal besonders viel nötig.

Die übliche Registration bei einem Broker läuft in der Regel ungefähr so ab:

  • Einen der etlichen Broker auswählen und dessen Website besuchen.
  • Das Registrationsformular ausfüllen.
  • Bestätigen, dass man bereits Erfahrungen mit Instrumenten in verschiedenen Kategorien gemacht hat.
  • Ausweisdokument zur Validierung vorlegen.
  • 0 bis 3 Werktage abwarten.
  • Startkapital überweisen.
  • Traden

Was sofort auffällt: Es interessiert in der Regel niemanden, ob Sie bereits an Trading Seminaren teilgenommen haben, beziehungsweise woher Sie Ihr Wissen haben. Genaugenommen überprüft in den meisten Fällen auch niemand, ob man überhaupt Erfahrungen gemacht hat, beziehungsweise, wie stark diese ausgeprägt sind. Sie haben ja schließlich bei der Registrierung die nötigen Angaben gemacht, womit der Broker auf der sicheren Seite ist. So ziemlich jeder Broker stellt Ihnen jederzeit die nötigen Hinweise zu den Risiken beim Trading zur Verfügung, sodass Sie diese bei Bedarf lesen könnten. Das ist in etwa vergleichbar mit AGBs und Lizenzvereinbarungen bei der Installation von Software. Diese kann man lesen, aber die meisten sind vermutlich zu faul dafür und bestätigen blind, dass Sie damit einverstanden sind.

Anders ausgedrückt kann heutzutage praktisch Jeder Zugang zum Markt erhalten, sofern er das gesetzliche Mindestalter erfüllt, was bedeutet, dass selbst ein Laie der keine Ahnung hat, sofort anfangen kann, sein Kapital in den Markt zu werfen.

 

Warum wird der Prozess so einfach dargestellt?

Als Warnhinweis. Ein Warnhinweis der Sorte „Achtung Gift“. Einen, den man nicht ignorieren sollte.

Ja, es ist fast immer so einfach wie beschrieben und genau da liegt das Problem. Der Finanzmarkt ist gnadenlos. Falsche Positionsgrößen, schlechte Einschätzung oder überhebliches Verhalten können Verluste in nahezu unbegrenzter Höhe verursachen, zudem schützt nicht jeder Broker davor, dass man sogar Verluste über seine Einlagen hinaus machen kann, was bedeutet, dass unerfahrene Anleger im schlimmsten Fall die finanzielle Existenz aufs Spiel setzen.

 

Wie lernt man Trading?

Trading ist vergleichbar mit einem Schachspiel. Jeder kann einsteigen, aber die bessere Strategie gewinnt eben.

Man kann sich sein Wissen über Recherchen im Internet aufbauen und sich vieles herleiten. Das ist zwar meistens kostenlos, dafür aber auch sehr fehleranfällig. Die meist sinnvollere Alternative dazu sind Trading Seminare und Coachings. Passende Anbieter dafür gibt es jede Menge und für alle Geldbeutel dürfte etwas dabei sein.

Für den Anfang kann man im Grunde nicht viel falsch machen. So ziemlich jeder Anbieter hat günstige Grundkurse, die einem die Grundlagen des Marktes nahebringen. Zugegeben, die meisten Grundkurse von Trading Seminaren bauen darauf, dass Sie im Anschluss die professionellen Kurse buchen, in denen dann die richtigen Strategien erläutert werden. Für komplette Neulinge auf dem Gebiet ist das aber nicht weiter tragisch, da man bereits in den Grundkursen einige wertvolle Lehrstunden hat.

Mit etwas Recherche und Ehrgeiz lernt man recht schnell die gängigsten Begriffe im Markt kennen, sodass Bullen und Bären nicht länger nur Tiere sind und der Zusammenhang von Margin und Lotsize auch mathematisch nachvollziehbar wird.

 

Warum Trading Seminare und Coachings buchen, wenn das Internet zum Selbststudium einlädt?

Trader Seminar und Coaching
Trader Seminar und Coaching

Trading Strategie und jede Erläuterung kann von einem Profi kommen, genauso gut aber auch von jemandem, der einfach nur seine Website mit Inhalt füllen will und ein wenig über Traden philosophiert. Das Problem dabei ist nicht einmal, dass es etliche Webseiten voller Schwachsinn gibt, sondern die Tatsache, dass ein blutiger Anfänger diesen nicht als solchen identifizieren kann. Wenn man lange genug falsche Vorgehensweisen lernt, wird man diese nur schwer wieder los. Zumindest die Grundlagen sollte man sich daher von erfahrenen Tradern beibringen lassen. Ob Sie danach eine Trading Ausbildung daraus machen oder sich selbst weiterbilden, sei Ihnen selbst überlassen.

Trading Seminare und Coachings sind daher vergleichbar mit der Schulzeit. Sie finden sich versammelt irgendwo ein und jemand, der fundiertes Wissen zu dem Fach hat, beginnt Sie zu unterrichten. Im Normalfall wird dabei das grundlegende Marktprinzip von Angebot und Nachfrage erläutert, der Einfluss von Nachrichten auf Kurse erklärt und die gängigen Begriffe der Handelswelt vermittelt. Danach geht es daran, Charts korrekt zu lesen und deren Angebot an Informationen zu verstehen.

Trading Seminar Candlesticks
Dieser Chart beispielsweise enthält Candlesticks, was vermutlich zu den meistbenutzten Ansichten gehört. In einem Trading Seminar würden Sie nun lernen, dass jede Kerze vier Informationen enthält, nämlich Eröffnungskurs, Hoch, Tief und Schlusskurs.

 

Der breite Teil stellt dabei die Eröffnungs- und Schlusskurse dar, während die beiden Striche oben und unten die Hoch- und Tiefwerte markieren. Fast alle Plattformen färben die Kerzen zudem ein, wobei standardmäßig Grün für steigende Kurse und Rot für fallende Kurse steht. Diese Farben sind allerdings keineswegs bindend und können meist beliebig formatiert werden.

Tatsächlich gibt es für eine einzelne Kerze keine Anhaltspunkte, die Eröffnungs- und Schlusskurs rein graphisch darstellen. Wären diese Kerzen also nicht eingefärbt, bräuchte man mindestens zwei nebeneinander, um die jeweiligen Kurse korrekt zuzuordnen, wobei selbst das nur funktioniert, wenn keine Sprünge dazwischen liegen.

 

Theorie und Praxis

Trader Coaching
Trader Coaching im Workshop

Sie kennen also die Begrifflichkeiten im Trading? Dann kann ja nichts mehr schief gehen. Abgesehen davon, dass Sie noch keine Ahnung haben, wann und warum Sie in den Markt Ein- und wieder Aussteigen und wie groß Ihre Position dabei seien sollte. Wie bestimmen Sie das Risiko Ihrer Position und warum ist ein Margin-Level von 100 % extrem riskant? Trading steckt voller Mathematik und es ist durchaus Vorteilhaft, wenn man weiß, was hinter den Zahlen steckt.

Ein Margin-Level von 100 % würde übrigens bedeuten, dass ihr gesamtes Kapital als Sicherheit hinterlegt ist. Da es sich bei Trading in der Regel um stark gehebelte Produkte handelt, bedeutet das gleichzeitig, dass Sie das x-fache Ihres Kapitals am Markt bewegen, was wiederum ein nicht unbeachtliches Risiko darstellt.

Zudem hängt der Erfolg Ihres Tradings größtenteils von der angewandten Strategie ab und Ihrer Disziplin selbige konsequent anzuwenden. Die Risikokontrolle hingegen fällt meist unter das Thema Money Management, mit dem man problemlos ganze Bücher füllen kann.

Es ist also nicht damit getan, die Begriffe korrekt zuordnen zu können. Trading Seminare und Coachings können auch hier hilfreich sein, wobei diese Themen dann meist in die fortgeschrittenen Kurse gehen. In Anbetracht der Tatsache, dass Sie am Markt sehr schnell etliche Tausende von Euros vernichten können, sind die Kosten für erwähnte Seminare aber doch fast harmlos. Sollten Sie also ohne die nötige Erfahrung mit dem Gedanken spielen, Beträge ab vier- bis fünfstelligen Summen zu investieren, so ist es vermutlich die kostengünstigere Alternative zunächst in die Ausbildung zu investieren, anstatt dem Prinzip „Learning by Doing“ zu folgen.

 

Fazit

Trading lernt man nicht über Nacht. Ohne Vorwissen wird man von einer Flut an Informationen überfallen, die man schnell völlig falsch interpretieren kann. Trading Seminare bieten Ihnen die passende Ausbildung, um die Grundkenntnisse zu erlernen und können in themenspezifischen Kursen äußert praktische Ansätze vermitteln. Zudem lassen sich viele der Seminare und Coachings bequem als Trading Webinar buchen und finden meist abends statt. Viele Anbieter bieten zudem Schnupperkurse an, welche in der Regel die Grundlagen für kleines Geld abdecken. Mindestens diese sollten Sie getrost in Anspruch nehmen, dass man hier eigentlich kaum etwas zu verlieren hat.

Fakt ist jedoch, dass viele unerfahrene Trader ein erheblich größeres Lehrgeld am Markt bezahlen, als es die Trading Seminare je verlangen würden. Durch die geringen Eintrittsbarrieren kann man als Anfänger viel zu schnell riesige Mengen an Kapital in den Markt werfen. Jeder Anfänger tut daher gut daran, ehrlich zu sich selbst zu sein und seine Erfahrung sorgfältig einzuschätzen. Sollte es daran mangeln, tut man sich selbst einen großen Gefallen, lieber etwas Geld in die Ausbildung zu investieren, als sinnlos am Markt zu zocken. Erfahrungsgemäß löst sich der Traum vom großen Geld ansonsten recht schnell in Luft auf.


Bildmaterial: © Matej Kastelic/Shutterstock.com

 

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