Was sind ETFs?
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Was sind ETFs und wozu sind sie gedacht?

ETFs sind die Handelsinstrumente der Zukunft. Zukünftig wird mit ihnen das Geld an der Börse verdient werden, ob durch institutionelle oder private Anleger. Jeder kann mit ihnen durch Akkumulationseffekte enorme Profite erwirtschaften.

Bisher haben wir uns hier fast ausschließlich auf CFD– und Forex-Handel beschränkt, doch um Sie möglichst gut und umfassend über Börsenhandel aufklären zu können, sollten Sie auf jeden Fall über ETFs und ihre vielen Möglichkeiten bescheid wissen. Dieser erste Artikel soll Ihnen einen Überblick geben, worum es sich bei ETFs eigentlich handelt und wozu sie gedacht sind. Das Thema ETF Investing wird an der Börse immer bedeutender und wichtiger. Durch den richtigen Einsatz von ETFs ist es an der Börse auch für private Investoren mit verhältnismäßig geringem Lern- und Arbeitsaufwand möglich:

  • dauerhaft Gewinne zu erzielen
  • auf lange Sicht sehr viel Geld zu verdienen
  • Risiken sehr effektiv zu minimieren
  • kostengünstig fair zu handeln (keine unfairen Spreads oder Slippage)
  • endlich regelmäßig Erfolg im Börsenhandel zu haben.

Nun haben Sie mit Sicherheit schon solche Äußerungen oftmals auch im Zusammenhang mit anderen Instrumenten an der Börse gehört. Viel Werbung wird im Internet gemacht mit teuren Strategien, Signal Services, Plattformen und allem möglich anderen, das Sie auf Dauer nur Verluste und viel Zeit gekostet hat. Bei ETFs ist das anders. Niemand versucht Ihnen hier, die Katze im Sack zu verkaufen oder sich selbst zu bereichern. Wenn Sie gelernt haben, wie man in ETFs investiert, werden Sie:

  • die Zusammenhänge an der Börse verstehen
  • selbständig Entscheidungen treffen
  • eine andere Sicht auf Geld und Investments besitzen
  • wissen, wie man Verluste begrenzt
  • endlich regelmäßig Geld verdienen.

Doch genug der einleitenden Worte. Lassen Sie uns ganz am Anfang beginnen. Zuerst sollten Sie genau verstehen, worum es sich bei ETFs eigentlich handelt.

ETFs, Exchange Traded Funds, werden übersetzt als börsengehandelte Indexfonds. Es handelt sich dabei also um Anteile von Indexfonds, welche an der Börse gekauft und verkauft werden. Hier stellen Sie den ersten bedeutenden Unterschied zu vielen anderen derivativen Finanzprodukten fest: Sie handeln nicht bei einem Market Maker, sondern bei einer Online Bank, einem Broker etc. und kaufen an einer echten Börse. Die Preisgestaltung findet also nicht durch den Gegenpart des Brokers statt, sondern durch Angebot und Nachfrage am Markt, Sie haben also die fairste Preisbildung, die es geben kann.

 

Was sind ETFs?

Ein Indexfonds ist ein Anlageinstrument, welches den Basiswert, also den Index, genau abbildet. Der Indexfonds steigt und fällt genau wie der zugrunde liegende Index, also beispielsweise der DAX oder der S&P 500. Was Sie beim Kauf erwerben ist also ein Anteil an einem Fonds, der den Index nachbildet. Es handelt sich um ausgesprochen transparente Investments, die nicht kompliziert und dadurch zusätzlich riskant sind. ETFs werden in der Regel bei einem Broker einer Online-Bank gehandelt. Sie sind genau wie Aktien, Anleihen und andere Produkte im täglichen Börsenhandel verfügbar und können immer zum aktuellen Marktpreis gehandelt werden. Die einzelnen Arten und Unterschiede diverser ETFs werden wir an anderer Stelle ganz genau erklären. In diesem Artikel geht es lediglich darum, die Sparte der ETFs kennenzulernen und über ein Investment nachzudenken.

 

Was unterscheidet ETFs in der Kontruktion von CFDs oder Aktien?

ETFs sind Anteile an einem Gesamtvermögen, welches eins zu eins in den Index investiert wird, der ihm zugrundeliegt.

CFDs sind Kontrakte, die an der Börse oder bei einem Market Maker gehandelt werden. Hiermit wird mittels der Aufnahme von Fremdkapital eine Spekulation auf die Wertentwicklung eines Assets getätigt, die im schlimmsten Fall den Totalverlust des Investments bedeuten kann. Durch geringe Bewegungen des Assets, beispielsweise eines Indexes, bewegt sich das eigene Investment sehr schnell nach oben oder nach unten. Vor allem aber macht es das Wesen der CFDs aus, nicht wirklich einen Basiswert zu besitzen, sondern lediglich ein Abbild davon, welches aber vollkommen anders aufgebaut ist.

ETFs sind wesentlich unkomplizierter aufgebaut. Es handelt sich um Anteile an einem Gesamtvermögen, welches eins zu eins in den Index investiert wird, der ihm zugrundeliegt. Dieses Vermögen wird von einer Bank in den ETF zusammengefasst und auch (meistens) direkt in den Index, bzw. seine Aktienbestandteile investiert. Ein Totalverlust würde hier bedeuten, dass der gesamte Index wertlos geworden ist, also so gut wie ausgeschlossen. Grundsätzlich kann auch bei ETFs mit Fremdkapitalaufnahme, also Hebel, gehandelt werden. Dies kann der Händler aber selbst entscheiden.

Gemeinsam haben beide Arten, dass Geld indirekt in einen Index investiert wird, ohne die Bestandteile des Index selbst kaufen zu müssen. Wer also beispielsweise in den DAX investieren möchte, muss nicht die einzelnen Aktien kaufen, sondern kann dies auch auf günstigeren und schnelleren Umwegen tun. Warum ETFs oftmals die beste Variante sind, werden wir hier nach und nach erläutern.

 

Wie verhält sich der Markt für ETFs im Allgemeinen? Wie neu und modern sind die Produkte?

Dass mittlerweile immer mehr Anleger die hohen Gewinnchancen von ETFs zu schätzen wissen, ziegt sich eindeutig am Vermögen, welches in ETFs investiert wird. Im Jahr 2003 waren es laut Statista noch knapp 200 Milliarden USD weltweit, im Jahr 2015 sprachen wir bereits von fast drei Billionen USD. Der Markt ist enorm liquide und vergleichbar mit dem Aktienmarkt.

Vorteile bieten sich unter anderem für Anleger deshalb, weil nicht nur in große Major-Indizes investiert werden kann, sondern auch mittlerweile kostengünstig in extrem kleine Nischen. Da es für fast alle Investmentrichtungen und -sparten mittlerweile Indizes und ETFs gibt, ist das Investieren einfach und transparent geworden. Tausende Indizes auf alle denkbaren Branchen, Sektoren und Strategien sind weltweit ohne Probleme handelbar. Dies macht den Markt insbesondere für private Anleger interessant.

Durch stetige Weiterentwicklung der Branche sind ETFs zu einem Instrument geworden, welches sich mittlerweile einer großen und immer weiter steigenden Beliebtheit erfreut. Die Anbieter handeln sehr kundenorientiert und versuchen stets, die Produkte immer mehr ihren Kunden anzupassen und auf die individuellen Bedürfnisse der Anleger einzugehen. Von Zeit zu Zeit werden sogar die Handelskosten gesenkt, da mittlerweile auch Großbanken wie die Deutsche Bank, Commerzbank etc. ihre eigenen ETF-Anbieter haben. Hierdurch entsteht eine Konkurrenz um die Kundschaft, welche sich in positiven Aspekten für die Kunden niederschlägt. Es gibt Sonderaktionen, Boni und Rabatte, der Markt wird immer liquider, fairer und transparenter. Bei ETFs ist der Durchschnittsanleger nicht mehr der chancenlose Verlierer, der im Markt der Global Player ausgeliefert ist und sein Geld verbrennt. Bei ETFs ist der Kunde tatsächlich der König.

 

Was macht die enormen Vorteile von ETFs aus?

Die großen Vorteile des ETF-Marktes liegen darin, dass solide Gewinnchancen hier nicht mit einem übermäßigen Risiko bezahlt werden müssen. Die Komplexität mancher Anlageprodukte macht die eigentlich gute Idee oftmals zunichte. Bei ETFs ist das anders, denn sie sind transparent und leicht verständlich konstruiert. Dazu kommt der Faktor, dass sie extrem kostengünstig gehandelt werden können und der Anleger damit nicht sein Vermögen durch hohe Kostenstrukturen schmälert.

Risiken und Chancen beim ETF-TradingDer ETF-Handel bietet von allen Handelsarten die besten Chancen, auch ohne eine allzu ausgefeilte Strategie Geld an der Börse zu verdienen, während der Handel mit anderen Investmentspezialitäten oftmals eine unglaubliche Vorbereitung und sehr viel Beschäftigung mit dem Markt voraussetzt. Zudem ist bei anderen Handelsarten das Verlustrisiko bedeutend höher. ETFs bieten dem durchschnittlichen Anleger die Chance, in den Börsenhandel einzusteigen und von Anfang an Erfolge zu erzielen, ohne zunächst eine lange Zeit hohe Verluste in Kauf nehmen zu müssen und vielleicht sogar letztendlich frustriert der Börse den Rücken zu kehren.

 

Warum ist das so?

Weil ETFs als ein Basisinvestment für ein profitables Portfolio genutzt werden können, während der professionelle Handel mit anderen Produkten oftmals nur dazu genutzt wird, Investments zu hedgen oder die Rendite ein wenig zu steigern. Die wenigsten Händler sind dauerhaft erfolgreich beim Sekundenhandel mit hochriskanten Produkten. Dahingegen eignen sich ETFs aber gerade dazu, eine fortlaufende und solide Rendite zu erwirtschaften. So lässt sich das investierte Vermögen immer weiter steigern. Es wird nicht bei jedem Handel Kopf und Kragen riskiert.

Zwar ist klar, dass bei jeder Beteiligung am Börsenhandel eine Money Management- und Risikostrategie dazugehören sollte, aber Fakt ist, dass die meisten Händler sich absolut selbst überschätzen und hohe Risiken eingehen, die schlussendlich dann zu hohen Verlusten und einer großen Frustration führen.

 

Wozu werden ETFs beim täglichen Gebrauch eingesetzt?

Dies ist sehr unterschiedlich. Es kommt darauf an, wie die Anlagestrategie aussieht, wie stark das investierte Vermögen ist, wie hoch die Risikotoleranz ist und ob der Anleger institutionell anlegt oder ob es sich um einen privaten Anleger handelt. Da der Markt sehr liquide ist, ist alles möglich vom Daytrading über Swingtrading und auch Buy-and-Hold-Strategien. Nach und nach werden wir hier vorstellen, wie man als privater Anleger richtig mit ETFs umgeht und wie Sie die ideale Strategie für sich herausfinden und anwenden.

ETFs können je nach Produktart eingesetzt werden, um ein millionenschweres Vermögen entsprechend der jeweiligen Anlagestrategie auf verschiedene Anlageklassen zu verteilen. Genauso ist es aber denkbar, dass ein Händler Saisonalitäten tradet und daher einen sehr spezifischen Index auswählt, um einen Swingtrade in einer gewissen Branche zu absolvieren und damit aus einer Jahreszeit die saisonal bedingte Rendite herauszuholen. Die Einsatzmöglichkeiten von ETFs sind extrem vielfältig und bieten enorme Gewinnchancen.

 

Fazit

Der Makt der ETFs steigt stetig und das Interesse der Anleger wächst mit ihm. Wer früh genug anfängt, das Thema zu durchschauen und sich dazu entscheidet, regelmäßig Gewinne an der Börse zu erwirtschaften, kann hiermit auf Dauer sehr viel Geld verdienen. Dabei sind die Risiken sehr präzise zu steuern und auch gut zu minimieren. Ein Totalverlust ist beim ETF-Handel nahezu ausgeschlossen. Wer ETFs richtig einsetzt, hat die Chance, endlich dauerhaft und konstant Erfolg an der Börse zu genießen. Bleiben Sie einfach am Ball und verfolgen Sie die kommenden Artikel.


Bildmaterial: © saknakorn/Shutterstock.com; © DragonImages/Fotolia; © MK-Photo/Fotolia

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